
Tipp des Tages
Mobile Player - Videoeinstellungen optimieren
Meist liefern die Hersteller mobiler Mediaplayer nicht ausreichend Details, welche Leistung der im Player verbaute Videobaustein hat. Die individuellen Einstellungen sind deshalb ein Problem. Hier die verschiedenen Einstellmöglichkeiten von vidrop und was im Fall mobiler Player zu beachten ist. Diese Tipps gelten natürlich auch für andere Videokonvertierungs-Tools, vidrop wurde hier nur als Beispiel gewählt:
Miniatur-Mediaplayer können viel und sind billig - aber heikel bei den Videoformaten.
|
Einstellungen
|
Tipp
|
|
Videoeinstellungen
|
Beim Videocodec hat man wenig Spielraum. Unterstützt ein Player vorwiegend MPEG4, dann muss ein MPEG4-Codec wie Xvid verwendet werden. Die Bildgröße sollte so eingestellt werden, dass sie exakt der Display-Auflösung des Players entspricht: hier 320 x 240. Extrem heikel ist die Bildwiedergaberate (FPS, Bilder/s). Wünschenswert wäre hier im Fall von PAL-Videos zwar 25 Bilder/s, aber das schaffen viele Billig-Player nicht.
Hier im Beispiel hat vidrop für Rockchip-basierte Player 22 Bilder/s vorgeschlagen. Wer mag kann hier testweise mal 24 Bilder/s oder 25 Bilder/s ausprobieren - eventuell packt der Player das.
Aber vorsicht: viele Player-Bausteine können nur bestimmte Bilder/s Ratem - das lässt sich nicht beliebig stufenlos einstellen! Welche Datenrate (Bitrate) ein Player packt, hängt ebenfalls von dessen Prozessor ab. Pauschal gilt: 400 KBit/s packen die meisten und das reicht für Videos mit 320 x 240 Auflösung fett aus.
|
|
Audio-Einstellungen
|
Meist unterstützen mobile Mini-Player bei Audio nur das MP2-Audioformat - es ist also witzlos ein anderes zu wählen. Spielraum besteht allerdings bei der Audio-Bitrate. 160 KBit/s sind eigentlich fett ausreichend, auch 128 KBit/s sind allerdings meist genug: genialer Sound kommt über die "Ohrhörer" eines Miniplayers sowieso fast nie raus.
Zudem: wird die Audio-Bitrate runtergedreht, dann bleibt dem Prozessor eventuell mehr Rechenleistung für Video-Decodierung.
|
|
Bildformat-Einstellung
|
Extrem wichtig! Oft haben ein Video und das Display eines Players unterschiedliche Formate - etwa Breitbild versus 4:3. Da die Displays klein sind, es Quatsch, wenn ein Breitbild-Film auf dem "Kleinen" oben und unten mit schwarzen Rändern abgespielt werden.
Besser ist dann die Umrechnungs-Option "PanScan". Dann wird das Breitbild links und rechts so beschnitten, dass es ein 4:3 Display komplett ausfüllt. Dabei gehen natürlich Bildinformationen/Bereiche verloren, aber das kleine Display wird dennoch ausgereizt und man "verrenkt" sich nicht die Augen.
|
|
Videofilter
|
Mit Sharpen/Blur kann die Schärfe eines Videos verändert werden - falls das Originalvideo aufgepeppt werden muss.
Die Option "Rotation" bewirkt ein drehen des Bilds um 90 Grad - manche Player brauchen das (ausprobieren). "Flip" bewirkt ein Spiegeln des Bilds (auch nur bei exotischen Playern nötig).
|
|
Bildeigenschaften
|
Die üblichen Einstellungen zur Optimierung der Bildqualität: Gamma, Kontrast, Helligkeit, Farbe. Diese Filter sind ebenfalls nur nötig, wenn ein Quellvideo korrigiert werden muss.
Wie immer gilt bei derlei Optimierungen: Werte vorsichtig ändern und keine "brutalen" Änderungen einstellen - dann kommt schnell ehr "Matsch" raus statt Verbesserung.
|
Noch ein Tipp: es kann durchaus sein, dass sich ein konvertiertes Video am PC nicht abspielen lässt (kein Bilder, kein Ton oder beides weg). Auf dem mobilen Player funktioniert das Video allerdings dennoch problemlos - also im Zweifelsfall ausprobieren!