![]() Sound und Video digital - MP3 und CoKNOWHOW: PC-Video- und Audio-Formate im KlartextDas reizvolle am PC als Videoplayer: Er gibt nicht nur mühelos DVDs wieder, sondern beherrscht auch alle anderen erdenklichen Videoformate aus dem FF. Seit Erfindung modernder Kompressionsmethoden wie MPEG4 und DivX blüht im Internet der Handel mit Spielfilmen. Ausländische Originalfilme und Serien sind im Internet schneller zu kriegen, als sie in deutscher Fassung vorliegen. Beim Download fallen logischerweise große Datenmengen an. Und nach Stunden des Wartens droht beim Startversuch der Videodatei dann der Ärger: Es klappt nicht, weil irgendein »Codec« fehlt. Und von diesen Dingern gibt es verdammt viele verschiedene. (mn) Inhalt dieses Beitrags: 1. H.264 Codec und Co - die nächste Generation Seit 2004 haben die klassischen MPEG4-Codecs (DivX, Xvid) eine erstklassige Qualität erreicht. Es ist kein Problem mehr einen Spielfilm in prima Qualität auf einem 700 MByte Rohling unterzubringen. Und auch die billigen MPEG4-tauglichen Standalone-Player ab 50 Euro können diese Scheiben inzwischen weitgehend streßlos abspielen. Doch damit ist noch lange nicht Schluss, seit 2005 sind Codecs der nächsten Generation verfügbar. Einer der besten: H.264. Dieser Codec wird auch als "MPEG4 Part 10" bezeichnet und ist standardisiert, künftige Standalone-Player werden ihn also abspielen können. Interessant ist H.264 vor allem für hochauflösende Filme bis 1920x1080 Bildpunkte. Inzwischen wird H.264 bereits als Ablösung für den vergreisten MPEG2-Standard gehandelt. Ein typischer Fall ist das neue terrestrische digitale Fernsehen DVB-T. Irgendein Knallkopf hat sich entschieden für DVB-T den uralten MPEG2-Standard zu verwenden. Da DVB-T allerdings nur mit einer Bandbreite von rund 4 Mbit/s gesendet wird, kommt nur miese Qualität raus. 4 Mbit/s sind bereits für normales MPEG2 zu wenig, für hochauflösende HDTV-Ausstrahlungen ist es völlig überfordert. Für H.264/MPEG4 indessen reichen 4 Mbit/s sogar für HDTV-Sendung aus.
Kurzum: Alle Codec-Hersteller liefern sich ein hartes Rennen um bestmöglichste Bildqualität. Mitte 2005 war Nero Recode noch die Nummer 1, dicht verfolgt von X64. Da sich Codecs sehr rasant entwickeln, kann ein Testsieger von heute, bereits morgen ein "Verlierer" sein. Für alle Videofans gilt: Keine Panik. Denn: Ein entscheidenter Faktor ist letztendes auch die Rechenleistungsanforderung. Wer ein HDTV-Video mit H.264 codieren will, muss selbst bei einem sehr schnellen PC für beste Qualität mehrere TAGE Rechenzeit in Kauf nehmen. Und: Wirklich lohnen tut sich H.264 eigentlich nur bei HDTV - und dafür braucht es HDTV-Quellmaterial, das bislang nur spärlich vorhanden ist. Wer im guten alten Stil Spielfilme auf einen 700 Mbyte Rohling packen will, kann also nach wie vor auf die "Klassiker" DivX und Xvid setzen. Diskussion zum Beitrag |
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